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Sonne

Durchmesser 1 391 000 km
Durchmesser im Modell 1 391 mm
Masse 1 993 Quadrillionen Tonnen
Volumen 1 305 000 Erdvolumen
Temperatur an der Oberfläche 5 700 0C
Temperatur im Zentrum 15 000 000 0C
Rotationszeit in der Äquatorzone 25 Tage

Die Sonne, ein Stern, der kosmisch gesprochen der Erde sehr nahe steht, ist für uns als Licht-, Wärme- und damit Lebensspenderin von ausschlaggebender Bedeutung. Seit über 4 Milliarden Jahren strahlt unsere Sonne Licht und Wärme in praktisch unveränderter Intensität in den Weltraum. Von den erzeugten 380 000 Trillionen Kilowatt empfängt die Erde nur etwa den milliardsten Teil, d. h. gerade soviel, dass die Temperatur auf der Erdoberfläche durch Strahlungsabsorption und wieder Abstrahlung in den Weltraum auf einem für das Leben notwendigen Gleichgewichtsniveau gehalten werden kann. Die Frage nach der Herkunft der Sonnenenergie war lange Zeit ungelöst. Heute weiss man, dass im Sonnenzentrum - bei einer Temperatur von 15 Millionen Grad - in jeder Sekunde über 500 Millionen Tonnen Wasserstoff durch Kernschmelzprozesse in Helium umgewandelt werden und dadurch diese gewaltige Energie freigesetzt wird. Trotz des durch Abstrahlung bedingten Massenverlustes von 4 Millionen Tonnen pro Sekunde hat die Sonne in den vergangenen 4 bis 5 Milliarden Jahren ihres Bestehens nur etwa einen Zehntausendstel ihrer ursprünglichen Gesamtmasse eingebüsst und wird daher in den nächsten 10 Milliarden Jahren in unverminderter Stärke Licht und Wärme spenden.

Würde im Verlauf der Zeit der gesamte Wasserstoffvorrat der Sonne in gleicher Konstanz wie heute in Energie umgewandelt, dann könnte die Sonne noch 15 Billionen Jahre scheinen. Die verschiedenen Erscheinungen auf der Sonnenoberfläche, wie z. B. Protuberanzen oder Sonneneruptionen sind Vorgänge, deren Urgewalt einen aufmerksamen Beobachter immer wieder in ehrfürchtiges Staunen versetzen. Bei Sonneneruptionen wird Materie aus dem Sonneninnern mit Anfangsgeschwindigkeiten von bis zu 700km/sec in Höhen über 50000 km hochgeschleudert, wobei ein Teil der ausgeworfenen Materie mit hoher Geschwindigkeit in den interplanetaren Raum abströmt - ein Vorgang, der die bekannten Funkstörungen vorwiegend im Kurzwellenbereich verursacht. Noch gewaltiger sind die Dimensionen der Protuberanzen, Materieströmungen aus Wasserstoff, die in Höhen bis zu 2 Millionen km aufsteigen und Längenausdehnungen bis zu 200000 Kilometern und mehr erreichen.

Dichte und Druck der solaren Materie, wie auch die Temperatur, nehmen von der Oberfläche gegen das Zentrum hin stark zu. Der Druck im Sonnenzentrum wird auf 200 Milliarden Atmosphären und die Dichte auf 130 g/cm3 (12mal grösser als Blei) geschätzt.