Ceres
| Äquatordurchmesser | 1050 km |
| Durchmesser im Modell | 1,1 mm |
| Mittl. Entfernung | 413,94 Mio km |
| Mittl. Entfernung im Modell | 413 m |
| Rotationszeit | 9h 5m |
| Umlaufzeit (siderisch) | 4 Jahre 220d |
| Mittl. Bahngeschwindigkeit | 17,9 km/s |
| Umfang der Ceresbahn | 2600 Mio km |
In der bereits unter dem Stichwort «Planetensystem» erwähnten Lücke zwischen Mars und Jupiter kreisen kleine und kleinste Himmelskörper in grosser Zahl. Sie werden Planetoiden, auch Kleinplaneten oder Asteroiden, genannt. Bedingt durch die starken Gravitationskräfte des Riesenplaneten Jupiter ist ihre Verteilung im Raum nicht zufällig, sondern auf bestimmte Zonen konzentriert. Die Anzahl der bisher entdeckten Planetoiden wird auf etwa 100 000 geschätzt. Von rund 2000 liegen gesicherte Bahndaten vor, von den übrigen sind die Angaben zu unsicher, um eine genauere Bahnberechnung durchführen zu können. Aus periodischen Helligkeitsschwankungen, die sich als Rotationslichtwechsel erklären lassen, geht hervor, dass es sich bei den meisten Kleinplaneten um rohe Gesteinsblöcke handelt, die von der Marsbahn bis über die Saturnbahn reichen. Einige gelangen bis in den Bereich der Merkurbahn und können dabei der Erde sehr nahe kommen. Der einige Kilometer grosse Planetoid «Hermes» kam 1937 der Erde bis auf 600 000 km nahe. Er kann sich ihr im günstigsten Fall sogar bis auf Mondentfernung nähern. Stellvertretend für diese kleinen Mitglieder unseres Sonnensystems steht hier Ceres, der zuerst entdeckte und zugleich grösste aller bekannten Planetoiden. Mit einem Durchmesser von 1050 km ist Ceres fast doppelt so gross wie die nächst grössten Planetoiden, z. B. Pallas mit 560 km und Vesta mit 515 km.
Die Planetoiden haben keine Atmosphäre. Zur Zeit ihrer Opposition können wenige Planetoiden mit einem guten Feldstecher gerade noch gesehen werden.
