Zürcher Ferienpass 2006
Der Üetliberg-Verein hat in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Ferienpass am 19. Juli 2006 eine interessante Waldführung am Üetliberg durchgeführt. Das Thema der Führung war die Mammutbaumallee oberhalb der SZU-Haltestelle Ringlikon. Die Exkursion dauerte einen Nachmittag. Teilgenommen haben 20 Kinder, zwischen acht und zwölf Jahren, und sieben Erwachsene, meist Grosseltern.
Nach der kurzen und herzlichen Begrüssung durch Frau Pia Keist vom Üetliberg-Verein und nach einer kleinen Vorstellungsrunde ging es los mit der Waldführung. Die Kinder und die Erwachsenen staunten nicht schlecht über die Grösse der noch jungen Mammutbäume. Im Alter von nur neun Jahren sind sie schon ca. fünf Meter hoch und haben schon einen beträchtlichen Stammdurchmesser. Ein ausgewachsener Baum kann bis 2500 Jahre alt werden und eine Höhe von etwa 80m erreichen. Beeindruckt waren die Kinder vom Durchmesser eines solchen Baumes.
Um sich dessen Grösse vorzustellen, wurde mit den Kindern einen Kreis um den Baum gebildet, wobei sich alle an der Hand hielten. Nach einigen weiteren Erklärungen und interessanten Fragen, auch von Seiten der Erwachsenen, begutachteten wir noch eine Borkenkäferfalle. Wieder war das Staunen gross, über die vielen munter krabbelnden Tiere, die in der Falle waren. Unterwegs zum Hohensteinplatz gab es unzählige Fragen und alle wollten ganz vorne mitlaufen. Die Kinder lernten die wichtigsten Baumarten kennen und dazu gab es verschiedene Tipps und Infos zu den Pflanzen: Welche Pflanzen giftig sind und welche Beeren man essen darf, aus welchen Waldfrüchten Konfitüre und aus welchen Sirup hergestellt werden kann.
Beim Hohensteinplatz angekommen, waren alle sehr froh, über den dort aufgefundenen Brunnen, der uns mit frischem und kühlem Quellwasser aus dem Wald versorgte. Es war ziemlich heiss und die Trinkflaschen waren teilweise bereits leer.
Nach einer kurzen Pause und einem Besuch auf dem Spielplatz ging es weiter Richtung Teehaus Jurablick. Zuerst mussten noch ein paar Bäume bestimmt werden, was mit der Hilfe der Erwachsenen auch gelang. Beim Teehaus Jurablick angekommen, freuten sich alle auf die heissen Wienerli mit Brot, die es zum Zvieri gab. Nach dem Essen waren die nicht so alltägliche WC Anlage und der Wald die Hauptattraktionen. Doch schon bald mussten wir weiter zur SZU Bahnstation Ringlikon. Das letzte Wegstück bis nach Ringlikon war aber keine grosse Sache mehr, hatten doch alle genug Stärkung bekommen. Unterwegs übten wir nochmals die Baumartenkenntnis, wobei jetzt die Mehrheit der Anwesenden die meisten Bäume schon von weitem erkannte. Einige hatten vergessen ihre Trinkflaschen im Jurablick wieder aufzufüllen und hatten Angst, dass sie durstig nach Hause fahren müssten. Doch zum Glück kamen wir noch an einem weiteren Brunnen vorbei, an dem alle Trinkflaschen wieder aufgefüllt werden konnten. Zufrieden und von der Hitze geschafft, kamen wir pünktlich bei der Bahnstation in Ringlikon an. Glücklich ging es wieder nach Hause in den ganzen Kanton Zürich. Auch dieses Jahr war die Führung ein Erfolg und es hatte mir als Försterpraktikant viel Spass gemacht den Kindern unseren Wald etwas näher zu bringen.
Lehrwald ETH Zürich
Försterpraktikant
Simon Weber
